Der Verband vermutet eventuell sogar eine weitere Verringerung der Mengen. So dürfte die Rinderfutterproduktion gegenüber 2009 um 1 Prozent sinken, die Situation bei Schweinefuttermitteln wird sich vermutlich jedoch stabilisieren. Im Bereich des Geflügelfutters wird eine leichte Zunahme von 2 Prozent erwartet.
Wie FEFAC weiter in der aktuellen Pressemitteilung mitteilt, weisen die laufenden Prognosen für das EU-Getreideaufkommen 2010 auf relativ niedrige Notierungen für Ware aus neuer Ernte hin. Die Sojamehlpreise werden dagegen als stabil eingestuft, denn der erwartete Rückgang der Weltmarktpreise aufgrund von Rekordernten in Südamerika dürfte von einem für EU-Importeure weniger günstigen Dollarwechselkurs ausgeglichen werden. Die FEFAC-Experten machen als einen der Schlüsselfaktoren für die Entwicklung des EU-Mischfuttermarkts 2010 die Fortsetzung der Schwierigkeiten im Milchsektor aus, ungeachtet eines leichten Anstiegs der Erzeugerpreise. Gleichzeitig dürfte sich die Abwärtsbewegung am Schweinemarkt zyklusbedingt dem Ende nähern, während man von einer weiteren Belebung der Verbrauchernachfrage nach Geflügelfleischprodukten ausgeht. 2009 wurden EU-weit schätzungsweise 144 Millionen Tonnen Mischfutter hergestellt, 4,5 Prozent weniger als 2008 (150,6 Millionen Tonnen).