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Tierische Eiweiße

in Futtermitteln

Tierische Proteine in der Nutztierfütterung

Die ausführliche DVT-Position zu diesem Thema finden Sie als Datei unten. Hier die Kernbotschaften:

  • Neben pflanzlichen Eiweißquellen wie Raps- oder Sojaschrot eignen sich verarbeitete tierische Proteine als hochwertige Eiweißquellen für die Tierernährung. 
  • Verarbeitete tierische Proteine werden außer für Heimtierfutter auch als Zusatz für Düngemittel verwendet. Eine geregelte Nutzung in der Ernährung von Nicht-Wiederkäuern (Geflügel, Schwein) wäre aus ökologischer Sicht nachhaltiger und wirtschaftlich sinnvoller.
  • Der Einsatz tierischer Proteine in der Fütterung von Nutztieren erfordert klare Rahmenbedingungen. Hierzu gehören vorrangig eine eindeutig positive wissenschaftliche Sicherheitsbewertung, festgelegte und passende Analysemethoden und Regeln im Hinblick auf eine unvermeidliche Verschleppung.
  • Als gering einzuschätzen ist der Beitrag tierischer Proteine zur Verringerung der Abhängigkeit von importierten pflanzlichen Eiweißlieferanten. Die knapp 100.000 Tonnen im technischen Bereich (Düngemittel) eingesetzten tierischen Proteine entsprechen mengenmäßig rund 4 Prozent des Gesamtverbrauchs an Sojaschrot in Deutschland (2019: 3,3 Millionen Tonnen).
  • Eine Wiedereinführung tierischer Proteine wird vom DVT nicht aktiv gefordert. Sie setzt neben einer eindeutig positiven Sicherheitsbewertung auch die Akzeptanz entlang der gesamten Lebensmittelkette – vom Landwirt bis zum Verbraucher – voraus.
  • Ganz klar: Das „Tiermehl“ von damals gibt es in der Form schon lange nicht mehr. 

Insektenproteine als Eiweißquelle für Nutztiere

Eine der aktuellen Fragen ist zurzeit, ob Insekten als Eiweißquelle für Nutztiere dienen könnten, um den Einsatz von Soja und oder auch Fischmehl zu verringern. Wie bei diesem komplexen Thema die derzeitige rechtliche Situation ist, ob und welches Potenzial sich darin verbirgt und was der Deutsche Verband Tiernahrung dazu sagt, haben wir hier einmal zusammengestellt. Die ausführliche DVT-Position und Hintergrundinformationen finden Sie als Datei in der rechten Spalte. Hier als Vorschau die Kernbotschaften:

  • Als Verband begrüßen wir es grundsätzlich, wenn fortwährend nach unterschiedlichen alternativen Rohwaren für die Ernährung und Nährstoffversorgung von Tieren gesucht wird und potenzielle Produkte entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und Verkehrsfähigkeit als Futtermittel auf ihre Eignung geprüft werden.
  • Insektenprotein gehört rechtlich gesehen in die Gruppe der tierischen Eiweiße. Der Einsatz ist im Nutztierfutter für Rind, Schwein und Geflügel (derzeit) nicht erlaubt. Um ihn zu ermöglichen, müssen zunächst gesetzliche Änderungen auf EU-Ebene beschlossen werden. Für Heimtierfutter (und Fischfutter) sind diese dagegen gemäß der Rechtslage bereits heute erlaubt.
  • Insekten liefern vor allem Protein und Fett – sie wären bei Zulassung für Nutztierfutter gleichwohl nur eine weitere Möglichkeit zur Ergänzung des Rohstoffangebots für die Herstellung von Mischfutter oder den direkten Einsatz als Einzelfuttermittel.
  • Eine Aussage zur möglichen Marktbedeutung kann derzeit nicht gegeben werden.
  • Das Wichtigste ist und bleibt, dass Futtermittel und ihre Bestandteile für die jeweilige Tierart geeignet, verkehrsfähig und vor allem sicher sein müssen. 

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