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Gesichter der Branche im Juli: Was Futter mit Bier zu tun hat

Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT)

Cord Wallheinke, 53 Jahre, ist gelernter Landwirt. Im Anschluss daran hat er Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Tierernährung studiert. Seit 25 Jahren arbeitet er mittlerweile bei einem Unternehmen in Bramsche, das sich darauf spezialisiert hat, aus Nebenprodukten der Bierherstellung wertvolle Bestandteile für Tierfutter zu gewinnen. Zunächst im Bereich Vertrieb und Beratung von Bierhefeprodukten tätig, leitet Cord Wallheinke seit 2011 den Bereich Handel von Biertreber und anderen Nebenprodukten aus der Lebensmittelbranche.

„Bier fürs Tier? Nicht wirklich. Bier ist ein Lebensmittel und das trinken wir Menschen an sich lieber selbst. Wer sich einmal genauer den Brauprozess anguckt, der sieht, dass nach bestimmten Schritten Bierhefe und Biertreber anfallen. Bierhefe ist ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Bier. Biertreber sind feste Rückstände des Malzes. Als Laie mag man vielleicht gar nicht vermuten, dass das richtig nährstoffreiche und wertvolle Produkte sind. Je mehr Bier gebraut wird, desto mehr Bierhefe und Biertreber fallen für die Tiere an. Gerade jetzt zum Sommer können wir uns über verfügbare Mengen nicht beschweren.

Biertreber verkaufen wir direkt an Landwirte – vor allem Kühe mögen Treber gern in ihrer Futtermischung, die der Tierhalter auf dem Hof erstellt. Der Biertreber wird mit einem Lkw angeliefert und praktisch in Siloschläuchen auf dem Hof gelagert. Die Bierhefe bearbeiten wir erst noch im Werk und trocknen sie zu verschiedenen Bierhefeprodukten. In Varianten mit unterschiedlichen Produkteigenschaften verkaufen wir sie an den Handel, Mineral- und Mischfutterhersteller. Dort werden sie in die Tierfutterrezepturen einberechnet und eingemischt – und dann als fertiges Futter mit allen wertvollen Nährstoffen an die Landwirte bzw. deren Schweine und Kühe gegeben.

Schon immer drehte sich mein Leben um die Landwirtschaft, um Tiere … und eigentlich auch ums Bier. Denn schon auf dem elterlichen Bauernhof im Landkreis Celle wurde unter anderem auch Braugerste angebaut. In meinem Beruf mag ich vor allem die persönlichen Kontakte – sei es zu den Brauereien oder zu den Landwirten. In beiden Richtungen liegt mir die partnerschaftliche Zusammenarbeit am Herzen. Und da muss unsere Logistik und Planung funktionieren. Denn zum einen ist es wichtig, dass wir den Brauereien rechtzeitig die Silos leeren, und zum anderen müssen wir an die Landwirte genau dann liefern, wenn unsere Produkte benötigt werden.“

Alle bisherigen Gesichter der Branche: www.dvtiernahrung.de/dvt/gesichter-der-branche.html

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