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EU-Agrarministerrat: zu wenig Bewegung bei GVO-Nulltoleranz

Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT)

Nicht nur in Sachen Milchmarkt hat der Agrarministerrat vom Montag (07.09.) keine greifbaren Resultate gebracht, auch in der Frage der GVO-Nulltoleranz gibt es nur geringe Bewegung. Nachdem EU-Agrarkommissarin Fischer-Boel im Vorfeld ein klares Plädoyer für eine zügige Lösung abgegeben hatte, forderten acht von 25 Mitgliedstaaten die Kommission auf, in der Sache Nulltoleranz tätig zu werden.

Diese Forderung blieb im Grundsatz unwidersprochen, führte aber zunächst nur dazu, dass die schwedische Präsidentschaft den Punkt auf der nächsten Ministerratssitzung im Oktober zur Abstimmung stellen wird. Gleichzeitig bestand Konsens darüber, die Zulassung der Maislinien MON 88017 und MIR 604 zu beschleunigen.

Damit ist zwar ein kleiner Fortschritt erreicht, der das Nulltoleranz-Problem aber kurzfristig nicht entschärfen kann. Vor dem Jahresende ist nicht mit einer „technischen Lösung“ zu rechnen; allenfalls die Zulassungen könnten früher, das heißt ab Oktober abgeschlossen sein. Auf unsere bereits früher gegebenen Empfehlungen zur kontraktrechtlichen Absicherung weisen wir nochmals hin.

Ein Statement unserer europäischen Verbände mit der Bewertung des oben genannten Ergebnisses ist hier zu lesen.