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LFGB passiert Bundesrat – unvollständig und überzogen zugleich

Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT)

Bonn. Die heute vom Bundesrat verabschiedete Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) ist nach Einschätzung des Deutschen Verbands Tiernahrung e. V. (DVT) keine geeignete Reaktion auf die Dioxin-Ereignisse vom Jahresbeginn. Die Futtermittelwirtschaft bezweifelt vor allem die Sinnhaftigkeit einer generellen, undifferenzierten Meldeverpflichtung für Laboreinrichtungen und einer massenhaften Übermittlung von Untersuchungsergebnissen der Unternehmen an die Landes-behörden und von da weiter an den Bund. Beides schafft zusätzliche Bürokratie für Überwachungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen, ohne die Futtermittelsicherheit oder die Reaktionsschnelligkeit im Krisenfall zu verbessern. Da bei der Probeziehung und Untersuchung auf mögliche unerwünschte Stoffe wie Dioxin immer risiko-orientiert vorgegangen wird, kann sich kein objektives Bild über die Gesamt-belastungssituation ergeben. „Wir werden immer ein anderes Bild erhalten, als dies bei einem wirklichen Monitoring der Fall wäre. Dies gilt übrigens auch für alle amtlichen Untersuchungsergebnisse“, sagte Peter Radewahn, Geschäftsführer des DVT. Die wirkliche Belastungssituation bei Futtermitteln ist sehr viel geringer und damit besser, als die gesammelten Untersuchungsergebnisse dies vermeintlich ausweisen.

Vermisst wird laut DVT auch die verstärkte Bemühung um eine verbesserte Koordination der Krisenbewältigung von Bund und Ländern. Auch die aktuellen EHEC-Vorfälle zeigen, dass selbst bei besten Absichten die föderale Vielstimmigkeit das Krisenmanagement erschwert. Gemessen an diesen Ereignissen muss wohl von völlig überzogenen Reaktionen im Januar und bei den jetzigen gesetzlichen Maßnahmen gesprochen werden.

Der DVT unterstreicht, dass die Wirtschaft selbst bereits wirksame Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Kontaminationsfälle umgesetzt hat. Die branchenweit etablierten Qualitätsmanagementsysteme QS und GMP+ haben die Anforderungen zur Trennung von Produktströmen und zum Dioxin-Monitoring für Futterfette und -öle sowie das Verbot der Verwendung von Sammel- und Recyclingfetten verschärft bzw. präzisiert.

Über den DVT
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln.

Pressemitteilung zum Download

Kontakt: Britta Noras (Pressereferentin)
Tel: 0228 97568-23  •  Fax: 0228 7568-68 
E-Mail: noras@dvtiernahrung.de

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