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EU-Mischfutterproduktion 2009 um 4 Prozent gesunken

Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT)

Marktaussichten für 2010 sind wenig optimistisch

Endgültige Marktzahlen 2009

Im Vorfeld des XXV. FEFAC-Kongresses, der am 10./11. Juni 2010 in Hamburg stattfindet, haben die FEFAC-Mitglieder endgültige Schätzungen für die Mischfutterproduktion 2009 für die EU-271 abgegeben. Die geschätzte Gesamtproduktion beläuft sich auf ca. 147,6 Mio. Tonnen, d. h. 3,8 % unter der Menge für 2008 (153,4 Mio. Tonnen). Das Mischfuttergeschäft verlief für alle Futtermittelsorten rückläufig. Am härtesten traf es Rinderfutter (etwa -6 %) sowie Schweinefutter (-5 %) und in geringerem Maße Geflügelfutter (-1 %). Vier Schlüsselfaktoren haben die EU-Futtermittelnachfrage 2009 negativ belastet:

  • der dramatische Milchpreisverfall, der zu einem bedeutenden Rückgang der Nachfrage nach effizientem Rinderfutter, d. h. Mischfutter, insbesondere im dritten und vierten Quartal geführt hat;
  • die Fortsetzung des rückläufigen Trends im Schweinezyklus, verstärkt durch die finanziellen Schwierigkeiten der Schweinehalter;
  • die niedrigen Marktpreise für Getreide mit der Folge, dass die Landwirte kaum Anreize zur Getreidevermarktung hatten und stattdessen die Direktverfütterung bevorzugten;
  • die Finanzkrise, die zu einer Einschränkung der Verbrauchernachfrage nach Erzeugnissen tierischen Ursprungs geführt hat bzw. zu einer Verschiebung zu preiswerteren tierischen Eiweißquellen.

Spanien und Frankreich führen gemeinsam die Mischfutterstatistik an, gefolgt von Deutschland. Spanien verzeichnete einen geringeren Rückgang von -2,6 %, während Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande Einbußen von zwischen -3,6 und -6,1 % verkraften mussten. Die Produktion von Rinder- und Schweinefutter war in fast allen Ländern rückläufig, während die Geflügelfutterproduktion in Italien, Belgien, Ungarn, Polen und Portugal anstieg und u. a. in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Spanien sank.


Marktaussichten für 2010

Die FEFAC-Experten erwarten, dass folgende Trends sich auf die Nachfrage nach Mischfutter im Kalenderjahr 2010 auswirken werden: ein Andauern der Schwierigkeiten für den Milchsektor trotz der leichten Erholung der Milchpreise; das Ende des rückläufigen Trends im Schweinezyklus sowie der fortgesetzte Anstieg der Verbrauchernachfrage nach Geflügelerzeugnissen. Die aktuellen Prognosen für die kommende Getreideernte lassen auf eine Preisentwicklung auf niedrigem Niveau bei gleichzeitig stabilen Sojaschrotpreisen schließen, da der angekündigte Rückgang der Preisnotierungen infolge von Rekordernten in Südamerika durch einen weniger günstigen Dollar/Euro-Wechselkurs aufgefangen werden dürfte. Die FEFAC-Experten rechnen mit einem weiteren Rückgang der Rinderfutterproduktion (-2 %) und der Schweinefutterproduktion (-1 %) sowie mit einer Stabilisierung beim Geflügelfutter. Insgesamt dürfte die Mischfutterherstellung gegenüber 2009 um 1% sinken.

Pressemitteilung als PDF-Datei
Anhang: STAT 2009

Brüssel, den 4. Juni 2010

Herausgeber:

  1. FEFAC, der Europäische Verband der Mischfutterindustrie, vertritt 21 nationale Verbände in 20 EU-Ländern sowie Fachverbände als Beobachtende/Assoziierte Mitglieder in der Schweiz, der Türkei, Kroatien, Serbien, Russland und Norwegen. Die gesamte Mischfutterindustrie in der EU beschäftigt über 110.000 Personen in mehr als 4.500 Produktionsbetrieben, die größtenteils in ländlichen Gebieten angesiedelt sind, die kaum andere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.
  2. Die landwirtschaftlichen Nutztiere in der EU-27 verzehren schätzungsweise 465 Mio. t Futtermittel pro Jahr, von denen etwa 30% durch die Mischfutterindustrie hergestellt werden. Der Umsatz der europäischen Mischfutterindustrie wird für 2009 auf 40 Mrd. € geschätzt.
  3. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website (www.fefac.eu) oder bei Alexander Döring, Generalsekretär, Tel. +32-2-285.00.50, Fax +32-2-230.57.22, e-mail: fefac@fefac.eu.

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