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Effiziente Produktion als Erfolgsgarant für die Zukunft - Wege und Chancen für die Landwirtschaft und Futtermittelbranche

Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT)

Bad Sassendorf/Bonn. Die agrarpolitischen Perspektiven für die Tierhaltung im Westen bildeten den diesjährigen Schwerpunkt bei der Tagung der DVT-Regionalgruppe West. Am 19. Mai 2011 stellte der Vorsitzende Dr. Franz Josef Messing zu Beginn die wirtschaftliche Entwicklung der Branche im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf dar.

Die DVT-Region West (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) hat sich 2010 mit -1,6 Prozent unterdurchschnittlich entwickelt: Mit 3,95 Mio. Tonnen erfolgen im Westen 18,2 Prozent der bundesdeutschen Herstellung (21,8 Mio. Tonnen). Das Ergebnis steht damit entgegen dem bundesweiten Expansionstrend. Für 2011 erwartet Messing mindestens konstante Mengen mit einer Tendenz zu weiterem Wachstum wegen hoher Getreidepreise und dem zu erwartenden Substitutionsbedarf (Bereich Bioenergie). Damit verbunden sind weiter hohe Preise und damit auch hohe Futterkosten.

Im öffentlichen Vortragsteil beleuchteten die beiden eingeladenen Referenten – Johannes Röring, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Dr. Gerd Wesselmann, WGZ Bank – die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft aus Sicht der Politik und der Banken. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Röring machte deutlich, dass Kommunikation das Gebot der Stunde sei. Die Landwirtschaft, allen voran die Erzeugungskette mit Tierhaltung einschließlich der Ernährungsindustrie, stehe wie nie zuvor im Brennpunkt der gesellschaftlichen und medialen Diskussion. Industrielle und arbeitsteilige Produktion werde hier grundsätzlich anders wahrgenommen und bewertet als in anderen Wirtschaftszweigen. Die gesamte Branche müsse die Verbraucher mitnehmen und dabei auch Ehrlichkeit und Konsumentenverantwortung einfordern.
Ohne Alternative sei aus Rörings Sicht die weitere Effizienzsteigerung in allen Bereichen landwirtschaftlicher Produktion. Allein die energiepolitischen Vorgaben sorgten für einen gewaltigen Druck; in dieser Debatte fehle bei vielen Akteuren das Verständnis fundamentaler Zusammenhänge. So werde beispielsweise der
Import von Pflanzenölen für die Produktion von Biokraftstoffen als unproblematisch empfunden, während der Import von Sojaschrot in vielerlei Hinsicht kritisiert wird. Die Branche müsse sich verstärkt gegenüber der Politik sichtbar und auf die zentrale Herausforderung der Rohstoff- und Flächenkonkurrenz aufmerksam
machen.
Zur anstehenden EEG-Novelle beschrieb Röring den Standpunkt des BMELV und der Agrarpolitik, die Förderung stärker auf Reststoffe und insbesondere auf die Güllenutzung zu konzentrieren. Die Vorschläge des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) konterkarierten aber diesen Ansatz, weil sie gerade für Großanlagen eine weitere Erhöhung des Nawaro-Bonus (Bonus für Strom aus nachwachsenden Rohstoffen) vorsehen.

Dr. Gerd Wesselmann, Agrarexperte der WGZ Bank Münster, beschrieb die aus Sicht der Banken zu stellenden Anforderungen an eine nachhaltige Finanzierung von landwirtschaftlichen und agrargewerblichen Unternehmen. Die Bewertung der Unternehmen beinhalte neben den klassischen finanzwirtschaftlichen und produktionstechnischen Kennzahlen zunehmend auch die Qualität des Managements und der Unternehmensführung. Dr. Wesselmann prognostizierte, dass in absehbarer Zeit die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen, die den Markt prägen, weniger als 10.000 betragen werde. Unternehmen, die nicht im Netzwerk dieser Betriebe verankert seien, würden dementsprechend schlechte Marktchancen haben.


Über den DVT
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln. Die Regionalgruppe West beschäftigt sich mit regionalspezifischen Belangen in den westlichen und südwestlichen Bundesländern. In der Regionalgruppe sind alle Mitgliedsfirmen des DVT zusammengeschlossen, die ihren Firmensitz oder Zweigwerke in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und/oder im Saarland haben. Vorsitzender ist Herr Dr. Franz-Josef Messing (HS Schräder, Ochtrup), sein Stellvertreter Michael Heiliger (Firma Michael Heiliger, Zülpich). Darüber hinaus gehören Andrea Juchem (Juchem GmbH, Eppelborn), Dr. Dietrich Schwier (Deutsche Tiernahrung Cremer, Düsseldorf), Ralf Stöver (RBS Mischfutter GmbH, Büren) sowie Claus-Peter Wölpern (KOFU Neuss) zum Vorstand.

Pressemitteilung zum Download

Kontakt: Britta Noras (Pressereferentin)
Tel: 0228 97568-23  •  Fax: 0228 7568-68 
E-Mail: noras@dvtiernahrung.de

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