Tiere füttern, Tag für Tag: verantwortungsvoll, passgenau, sicher - Tierernährung ist angewandte Wissenschaft, Futtermittelsicherheit im Fokus

19.03.2014 11:30
Kategorie: DVT/Service

Bonn/Berlin. Die Futtermittelwirtschaft versteht sich als professionelle Branche, die mit detailliertem Wissen optimale Rezepturen zusammenstellt und den Anforderungen der modernen Tierhaltung je nach Art, Alter und Lebensweise gerecht wird. „Wer Futtermittel professionell herstellt, muss täglich die Balance von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft halten“, sagt Helmut Wulf, Präsident des Deutschen Verbands Tiernahrung e. V. (DVT). Der DVT verdeutlichte im Rahmen der Jahrespressekonferenz das Verantwortungsbewusstsein der Futtermittelbranche als Teil der Wertschöpfungskette für die Lebensmittel, welche über Herkunft der Bestandteile, Produktionsprozess und Gesamtqualität beim Verbraucher kritisch hinterfragt werden.

Optimale Fütterung bedeutet, gleichzeitig die Tiergesundheit zu fördern sowie Ressourcen zu schützen und die Umwelt zu schonen. Neben diesen Aspekten ist bei der Futterherstellung zu berücksichtigen, dass die Rohwaren mit hoher Qualität zum rechten Zeitpunkt am rechten Ort sind und letztendlich auch für den Kunden, dem Landwirt, bezahlbar bleiben. Diese Aufgabe als verlässlicher Versorger und das Abfedern von Preisschwankungen der Rohstoffe ist ein komplexer und wichtiger Part, der zu oft unterschätzt wird.

Futtermittelsicherheit ist Lebensmittelsicherheit

Darüber hinaus hat sich die Futtermittelwirtschaft in den vergangenen Jahren kontinuierlich um das Thema Futtermittelsicherheit gesorgt und die Kontrollsysteme ausgeweitet. „Unsere Futtermittel waren noch nie so sicher wie heute“, betont Wulf. Eigenkontrollen der Wirtschaft entlang der Kette sind wichtiger Bestandteil für die Futtermittelsicherheit. Mit Regelkontrollen leistet die Branche dazu einen enormen Aufwand. „Rund 20.000 Proben mit etwa 425.000 Analysenergebnissen macht die Futtermittelwirtschaft deutschlandweit allein über das QS-Futtermittelmonitoring, um unerwünschte Stoffe und Pflanzenschutzmittelrückstände auszuschließen.“ ergänzt  Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der DVT-Geschäftsführung. Dieser Wert sei im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen (2012: 371.118) und mehr als dreimal höher als die Anzahl der amtlichen Untersuchungen.

Darüber hinaus gibt es weitere Untersuchungen der Firmen, die ebenfalls risikoorientiert durchgeführt werden (nach Vorgaben der betriebsspezifischen HACCP-Konzepte).

Nachhaltigkeit: die Antwort bei begrenzt verfügbaren Rohstoffen

Der DVT bekennt sich zu einer nachhaltigen Futtermittelwirtschaft, die weit über Kontrollen hinausgeht. Denn nährstoffoptimierte Futtermittel erfüllen zugleich die wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftspolitischen Aspekte. Der Verband arbeitet parallel dazu mit dem europäischen Verband der Mischfutterhersteller (FEFAC) an europaweit einheitlichen Nachhaltigkeitskriterien. Ein gemeinsames Verständnis ist erforderlich, wie alle Beteiligten aufgrund begrenzt verfügbarer Rohstoffe die Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu fairen Preisen sichern. Und das, während die Weltbevölkerung unvermindert ansteigt und der Nahrungsmittelbedarf immer höher wird.

Über den Verband
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln.

Pressemitteilung zum Download

Kontakt: Britta Noras (Pressereferentin)
Tel: 0228 97568-23  •  Fax: 0228 97568-68 
E-Mail: noras dvtiernahrung(dot)de

 

 


 
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