Sichere Futtermittel brauchen sichere Rohstoffe - Verantwortungsbewusstsein aller Stufen erforderlich

19.03.2013 11:30

Berlin/Bonn. Im Nachgang zum jüngsten Aflatoxin-Fall in serbischem Mais zieht der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) im Rahmen der diesjährigen Jahres-pressekonferenz vorläufige Schlussfolgerungen. „Unser aller Ziel ist die Herstellung sicherer und gesunder tierischer Lebensmittel. Ohne sichere Rohstoffe gibt es keine sicheren Futtermittel. Dieser Verantwortlichkeit müssen sich alle Stufen der Futtermittelkette uneingeschränkt stellen, das gilt auch und insbesondere für den Importhandel“, so DVT-Präsident Helmut Wulf. Von Behörden und Staatsanwaltschaft wird derzeit überprüft, inwieweit für den Importeur der belasteten Ware der Vorwurf einer Verletzung von Informationspflichten oder gar der vorsätzlich unterlassenen Warnung von Abnehmern und Behörden zutrifft.

Der Verband betont, dass Eigenkontrollen von Rohwaren und Mischfutter auf Aflatoxin Routine sind und waren. Der Vorwurf mangelnder Kontrollen in der Futtermittelindustrie trifft daher nicht zu. Wenn allerdings einzelne Stufen ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen, gerät das Kontrollsystem an seine Grenzen. Es wird daher zu prüfen sein, wie das derzeitige Monitoring-Verfahren in den Qualitätssicherungssystemen risikoorientierter und stärker auf den Beginn der Kette ausgerichtet werden kann. „Denn wir sehen keinen Nutzen darin,  neue staatliche Kontrollen am Ende der Futtermittelkette zu installieren“ stellt Wulf klar. Erforderlich sei auch eine sachliche und verständliche Einordnung der realen Gefahr, so wie sie vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zwischenzeitlich geleistet worden ist. Das gilt dann besonders, wenn bei der akribischen Suche nach unerwünschten Stoffen, wie wir sie hier in Deutschland durchführen, dann auch entsprechende Ergebnisse gefunden werden.

Im aktuellen Fall zeigte der Informationsfluss zwischen Behörden und Wirtschaft außerdem, dass auch hier noch Verbesserungspotenzial besteht. Genauso wichtig sei eine andere Kultur im Umgang mit Fehlern: „Das Zurückhalten von Informationen über kritische Belastungen und der Versuch des Aussitzens solcher Situationen dürfen in der Lebensmittelkette nicht geduldet werden“, fordert Wulf. Politik und Behörden müssten im Gegenzug der Versuchung widerstehen, sich über Skandalisierung zu profilieren.

Über den DVT
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln.

Pressemitteilung zum Download

Kontakt: Britta Noras (Pressereferentin)
Tel: 0228 97568-23  •  Fax: 0228 7568-68 
E-Mail: noras dvtiernahrung(dot)de


 
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