Futterwirtschaft erfüllt höchste Qualitätsansprüche - Produktvielfalt geprägt von Kundenwünschen: „mit“ und „ohne“ Gentechnik

23.09.2014 13:00
Kategorie: DVT/Service

Bonn/Bremen. Anlässlich der 14. Jahrestagung des Deutschen Verbands Tiernahrung e. V. (DVT) in Bremen diskutierten Vertreter der Futterwirtschaft sowie der Agrarbranche, der Politik und nahestehender Organisationen über die aktuellen Anforderungen der Agrar- und Ernährungspolitik an die Branche. Der Grundtenor: Die Anstrengungen für ein hohes Qualitätsmanagement in der Branche wurden und werden weiter erhöht und zeigen so weiterhin ihre Wirkung.

Im Rahmen seiner letzten Eröffnungsrede als DVT-Präsident betonte Helmut Wulf den Willen der Futtermittelbranche, aktiv daran mitzuwirken, die Stärke der deutschen Lebensmittelwirtschaft international zu erhalten. Dazu sei es weiterhin wichtig, sich bei der Verabschiedung von Richtlinien, Verordnungen und Gesetzen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene gemeinsam und mit allen Kräften einzubringen. Der deutsche Standard sei international anerkannt und auf hohem Niveau. Ob die politischen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren überhaupt Innovationen und Investitionen in der Tierhaltung ermöglichen, sah er skeptisch. Denn die wirtschaftlich erfolgreiche Veredlungswirtschaft stehe seit einiger Zeit auf dem Prüfstand der Politik. Das bliebe nicht ohne Auswirkungen auf die Futtermittelbranche, die einen wichtigen Beitrag zur effizienten und nachhaltigen Tierhaltung leiste, so Wulf.

Sicherheit hat höchste Priorität

In seiner Rede stellte Helmut Wulf erneut klar: „Die Futter- und Lebensmittelsicherheit haben für uns höchste Priorität. Dafür brauchen wir aber den Schulterschluss mit allen Beteiligten in der Warenkette. Zu allererst ist das der Landwirt. Darüber hinaus müssen wir mit unseren Lieferanten klare Vereinbarungen treffen, um Haftungsrisiken deutlich zuzuordnen. Jeder, der mit Rohstoffen handelt oder sie verarbeitet, muss seinen Teil der Verantwortung übernehmen: Händler, Einkäufer, Verarbeiter und Qualitätsverantwortliche in den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette.“ Wichtig seien vorbeugende Maßnahmen durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, eine konsequente Eigenkontrolle der Wareneingänge und schnelle Warnmeldungen, wenn Ereignisse erkannt werden. Dies alles führe insgesamt zu einem noch dichteren Sicherheitsnetz als in der Vergangenheit.

Wahlfreiheit anstelle von branchenweiten Verpflichtungen

Als Vertreter der deutschen Futterindustrie spricht sich der Verband gegen branchenweite, verpflichtende Vereinbarungen zu einer „gentechnikfreien“ Fütterung aus. Die Futtermittelwirtschaft orientiere sich immer an den Bedürfnissen der Kunden. Es gab und gibt „mit“ und „ohne“ Gentechnik. Forderungen des Lebensmitteleinzelhandels, flächendeckend gentechnikfreies Futter einzusetzen, lehnt der DVT entschieden ab. Die rechtlichen Unsicherheiten bei der Bewertung von Grenzwertüberschreitungen bedeuten ein wirtschaftliches Risiko, das der Branche nicht pauschal angelastet werden kann.

Wulf: „Der Grundsatz der Wahlfreiheit muss sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite gelten. Dies umfasst auch das Recht der landwirtschaftlichen Erzeuger auf freie Wahl der Produktionsmittel.“ Der DVT unterstützt jedoch freiwillige Initiativen zur Verwendung „gentechnikfreier“ Futtermittel im Rahmen von Einzelvereinbarungen, wenn diese praktikabel und im Rahmen des geltenden Rechtsrahmens umsetzbar sind.
 

Über den DVT
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln.

Pressemitteilung zum Download

Kontakt: Britta Noras (Pressereferentin)
Tel: 0228 97568-23  •  Fax: 0228 97568-68 
E-Mail: noras dvtiernahrung(dot)de


 
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