Zum Jubiläum ein neues Layout

18.08.2017

Bernd Springer, dfv Mediengruppe, Frankfurt am MainPubliziert in: Kraftfutter/FeedMagazine 3-4/2017

Haben Sie es erkannt? Vor Ihnen liegt das FeedMagazine/Kraftfutter, das europäische Magazin für die Futtermittelindustrie, in einem überarbeiteten Layout. Das – unter Berücksichtigung von Vorgängerpublikationen – 100-Jahre-Jubiläum des FeedMagazine haben Verlag und Redaktion zum Anlass genommen, dem bewährten Titel ab dieser Ausgabe ein modernes Aussehen zu spendieren. Damit reflektiert das Magazin auch die Innovationskraft der Futtermittelbranche. In den vergangenen Jahren haben sich die Lesegewohnheiten rasant verändert. Nicht jeder Trend hat sich langfristig durchgesetzt. Daher sind in die Überarbeitung des Layouts von FeedMagazine keine Spielereien mit kurzer Lebensdauer eingeflossen. Ein gefälliges Aussehen, das zum Lesen einlädt und den Lesefluss unterstützt, war das Ziel bei der Entwicklung des Layouts, was auch verbunden ist mit einer neuen, dezenteren Farbgebung. Bewährtes wurde beibehalten. Beispielsweise die durchgehende Zweisprachigkeit, die eine Kommunikation im europäischen Markt ermöglicht, ohne die im deutschen Markt zu erschweren. Auch die Themenauswahl wird sich weiterhin den aktuellen Entwicklungen in der Futtermittelindustrie anpassen.

Leider wird die Freude über die neue Gestaltung aktuell durch die Vorfälle in der Legehennenhaltung getrübt. Wieder einmal bringen die Machenschaften Einzelner einen ganzen Produktionszweig in Misskredit und sind Wasser auf die Mühlen derer, die darin nur eine logische Folge der „industriellen Massentierhaltung“ postulieren. Dabei wird gerne außer Acht gelassen, dass Krankheitsfälle und Parasitenbefall in großen Tierbeständen zwar schnell ein massives Ausmaß erreichen können, aber die prozentuale Fallzahl und Tierverluste viel geringer sind als zu Mistkratzer-Zeiten, die in der Diskussion doch immer wieder idealisiert werden. Aus den jüngsten Vorfällen ist erneut zu lernen, dass es ein Zuviel an Qualitätssicherung nicht geben kann und große Bestände einen extrem hohen Anspruch an das Bestands- und Gesundheitsmanagement haben. In Herdenmanagement und Qualitätssicherung ist Europa anderen Teilen der Welt weit überlegen. Eine Vertreibung der intensiven Haltung in andere Länder oder Kontinente würde das Risiko solcher Vorfälle also nicht verringern, sondern erhöhen. Eine schnelle Aufklärung von qualitätsrelevanten Vorfällen geriete oftmals sogar zu einem aussichtslosen Unterfangen. Nicht nur Tierproduzenten, sondern alle Teilnehmer der Lebensmittelkette sind gut beraten, die Zuverlässigkeit ihrer Lieferanten genau zu prüfen und kritische Punkte genau im Auge zu behalten. Ein „wasserdichter“ Rechtsrahmen – zu dem die bewusste Trennung von Produkten für lebensmittelliefernde Tiere von denen für nicht-lebensmittelliefernden Tieren gehört – allein ist kriminellen Energien Einzelner nicht immer gewachsen. Risiken erkennen und diesen durch geeignete Maßnahmen begegnen sollte für jeden selbstverständliche Aufgabe sein, der an der Produktion von Lebensmitteln beteiligt ist. Unsern Lesern wünschen wir viel Freude am neuen Layout und ein gutes, neues Lesegefühl mit ihrem FeedMagazine.

 
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