50 Jahre IFF

13.06.2012

Rainer Benning, IFF, Braunschweig-Thune
Publiziert in: Kraftfutter/FeedMagazine 5-6/2012

Die Internationale Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik e. V. (IFF) und das angeschlossene Forschungsinstitut werden 50 Jahre alt. Eine gute Gelegenheit, bisherige Leistungen Revue passieren zu lassen und über die Zukunft nachzudenken. Seit ihrer Gründung bis heute besteht das Bestreben der IFF darin, aufkommende Fragestellungen und Trends im Bereich der Futtermittelindustrie frühzeitig zu erkennen und Antworten zu geben. Beispielhaft seien als Stichpunkte Zerkleinerung, Pelletierung, Arbeitsgenauigkeit, Explosionsschutz, Probenahme, Hygienisierung sowie QM und HACCP genannt. Die entwickelten praxisorientierten Lösungen und das erworbene Wissen halfen der Branche, sich in einem schwierigen und vielen globalen und lokalen Einflüssen unterworfenen Markt zu behaupten. In der Gegenwart kämpfen die Agrarwirtschaft und hier auch die Futtermittelindustrie mit einem ungerechtfertigt schlechten Image. Negativ besetzte Schlagworte wie Massentierhaltung, Gentechnik und Schadstoffe beherrschen eine Berichterstattung, die auf emotionaler – statt auf sachlicher – Ebene geführt wird. Die Herausforderung für die IFF liegt damit neben der Lösung aktueller Probleme auch in der Kommunikation des Engagements und der Ergebnisse nach außen.Schwerpunkte für die Gegenwart und die nahe Zukunft sind klar erkennbar. Neben der Sicherstellung der Verbrauchergesundheit, die gemeinsame und koordinierte Anstrengungen aller Beteiligten vom Landwirt über die Futtermittelindustrie und dem Tierernährer bis hin zur Lebensmittelindustrie erfordert, steht natürlich ein Thema wie die Nachhaltigkeit der Produktion und deren ökologische Unbedenklichkeit im Zentrum der Aufmerksamkeit.Aber schon gegenwärtig sind zugehörige Teilaspekte der Nachhaltigkeit von hoher Bedeutung. So widmet sich die IFF verstärkt dem Themengebiet der Energieeffizienz. Hieraus ergeben sich nicht nur finanzielle Vorteile für die betroffene Industrie. Vielmehr bildet der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource „Energie“ einen Baustein der Nachhaltigkeit, der den Imagewandel einleiten kann. Um verlässliche Antworten auf gestellte Fragen geben zu können, braucht das Forschungsinstitut Futtermitteltechnik der IFF ein gut ausgestattetes Technikum. Das existierende Gebäude – eine ehemalige Mühle – wird jedoch schon in naher Zukunft nicht mehr ausreichen, um mit der technologischen Entwicklung Schritt halten zu können. Die Planungen für ein neues Technikum haben bereits begonnen und die IFF und ihre Mitglieder werden die Realisierung des Vorhabens schnellst möglich vorantreiben. Ein neues Technikumsgebäude und seine Ausstattung mit modernster Ausrüstung sind erforderlich, um den Status und den Ruf der IFF als leistungsfähige Forschungseinrichtung der Futtermittelindustrie national und international nicht nur zu bewahren, sondern weiter auszubauen.

Die IFF bleibt damit auch in den nächsten 50 Jahren ein kompetenter und verlässlicher Partner für die Futtermittelindustrie, die Zusatzstoffhersteller und den spezifischen Anlagenbau und weitere Zulieferer.

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