Einzelfuttermittel

Ein typisches Mischfutter besteht heute im Durchschnitt aus zehn und mehr verschiedenen Einzelfuttermitteln, die in der Regel – aber nicht notwendigerweise – mit Futterzusatzstoffen (z. B. Vitamine, Aminosäuren, Spurenelementen, Enzymen) angereichert werden.

Die wichtigsten Einzelfutter, die für die Mischfutterherstellung eingesetzt werden, sind die verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Gerste und Mais, gefolgt von der Gruppe der Ölkuchen und -schrote (Soja, Raps etc.). Etwa die Hälfte aller eingesetzten Einzelfuttermittel stammen aus der Ernährungswirtschaft, z. B. aus Mehlmühlen, Ölmühlen, Zuckerfabriken, Molkereien, Brauereien, deren Nebenprodukte der Lebensmittelherstellung hervorragende Einzelfuttermittel darstellen. Auf diesem Weg können Schweine, Rinder und Co. wertvolle Nebenprodukte verwerten, die der Mensch sonst entsorgen müsste.

Bei Einzelfuttermitteln hat das Futtermittelrecht lange zwischen zulassungsbedürftigen Einzelfuttern und solchen, die keiner Zulassung bedürfen, unterschieden. Mit der Futtermittelrechtsreform 2009 auf EU-Ebene gibt es keine zulassungspflichtigen Einzelfuttermittel mehr. Einzelfutter müssen vorgegebene Merkmale erfüllen und dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie die allgemeinen Anforderungen erfüllen und als Einzelfuttermittel deklariert und gekennzeichnet sind. Eine Vereinheitlichung der Bezeichnungen auf europäischer Ebene wird mit dem EU-Katalog der Einzelfuttermittel angestrebt. Dieser Katalog erscheint als Verordnung der EU-Kommission und wird in etwa jährlichem Abstand überarbeitet.

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