Ernährung von Katzen

Da die Größenunterschiede bei Katzen wesentlich weniger variieren als bei den Hunden und auch die Aktivitäten der Katzen natur- und vor allem auch haltungsbedingt viel einheitlicher sind, konzentrieren sich die Alleinfuttermittel in ihrer Differenzierung im Wesentlichen auf die unterschiedliche Nährstoffanforderungen der verschiedenen Lebensabschnitte.

  • Alleinfuttermittel für Katzenwelpen und wachsende Jungkatzen,
  • Alleinfuttermittel für Zuchtkatzen,
  • Alleinfuttermittel für ausgewachsene Katzen und
  • Alleinfuttermittel für alte Katzen

- das sind die wesentlichen Hauptgruppen von Alleinfuttermitteln.

Innerhalb dieser Hauptgruppen ergeben sich dann weitere Differenzierungen, teils nach der Rassezugehörigkeit (Langhaarkatzen, Kurzhaarkatzen, Edelkatzen usw.), teils auch nach Aktivitäten und Haltungsbedingungen (freilaufend, teilweise freilaufend, ständig in der Wohnung lebend usw.).

Das Verhältnis zwischen Mensch und Katze ist sehr oft von starken emotionalen Banden geprägt, in denen der Mensch als der „Entscheider“ erheblichen Einfluss auch auf die bedarfs- und artgerechte Ernährung der Katze nimmt. Leider kann diese enge Bindung auch zum Nachteil der Katze gerade auch in Bezug auf die richtige Ernährung führen. Auch für diese besonderen Situationen werden spezielle Alleinfuttermittel entwickelt, um eine lange gemeinsame Lebensgemeinschaft sicherstellen zu können.

Ein weiterer sehr wichtiger Entwicklungsbereich für die Alleinfuttermittel stellt das teilweise sehr schwierige Problem der Schmackhaftigkeit der Katzennahrung dar. Die Katze kann eine ganz energische Ablehnungshaltung in Bezug auf ihren Geschmack an den Tag legen, der schon manchen Katzenhalter zur Verzweiflung gebracht hat. Hier hat die Entwicklung der Alleinfuttermittel zu einer wesentlichen Entspannung dieser Situation beigetragen, so dass man aus einem sehr vielseitigen, zum Teil hoch spezialisierten Programm an Alleinfuttermitteln das von der Katze auch geschmacklich bevorzugte und bekömmliche Produkt auswählen kann.

 

 

Frage: Warum fehlen bei fast allen Nass- und Trockenfuttersorten für Katzen die Kalorienangaben?

Die Kennzeichnung von Heimtierfuttermitteln ist in sehr engen Grenzen rechtlich geregelt. Die einschlägigen Vorschriften dazu finden sich in verschiedenen Verordnungen der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland. Die Wichtigsten sind die Verordnung (EG) Nr. 767/2009 und die deutsche Futtermittelverordnung. Eine hilfreiche Handreichung ist auch der Leitfaden für die Kennzeichnung von Futtermitteln, den Bund und Länder in Deutschland verfasst und veröffentlicht haben.
 
Aus diesen Rechtsvorschriften geht hervor, dass die Energieangabe bei Futtermitteln zunächst einmal nicht verbindlich vorgeschrieben ist. Wird eine Kennzeichnung des Energiegehaltes vorgenommen, muss diese nach einschlägigen Regeln erfolgen, die – wenn überhaupt vorhanden – nach rechtlich vorgeschriebenen Schätzformeln erfolgen muss. Wenn diese Schätzformeln nicht existieren, können die Futtermittelüberwachungsbehörden eine Energieangabe nicht ohne weiteres kontrollieren.

Da es für Katzenfutter derzeit keine einheitliche Methode zur Ermittlung und Überprüfung der Energiegehalte und außerdem sehr unterschiedliche wissenschaftliche Auffassungen dazu gibt, unterlassen die Hersteller in der Regel eine Energieangabe bei Katzenfuttern. Es wäre sicher auch nicht hilfreich für die Heimtierhalter, wenn die Hersteller unterschiedliche Methoden zur Energiegehaltsberechnung anwenden würden, die miteinander nicht wirklich vergleichbar sind.

 
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Wussten Sie, dass Katzen zwar sehr wählerisch bei der Auswahl des Futters sind, aber Süßes gar nicht schmecken können?!

Das kommt dadurch, dass im Katzenerbgut eine wichtige Region für ein Geschmacksrezeptor-Gen fehlt. Dies betrifft auch wilde Katzenarten wie Tiger und Geparden (ist früh in der Evolution entstanden). Manch einer fragt sich nun, warum Katzen dann z. B. gerne Torte fressen? Wegen des Fettes in der Sahne.

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