Ernährung von Hunden

Die moderne Ernährung der Hunde ist geprägt von der enormen Vielfalt der unterschiedlichsten Rassen und den verschiedensten Lebens- und Haltungsbedingungen. Der Hund lebt seit Jahrtausenden in sehr enger Beziehung zum Menschen und hat sich in vielen Bereichen an das Leben mit dem Menschen angepasst. Dies wirkt sich auch auf seine Ernährung aus.

Entsprechend vielfältig ist die Bandbreite der Alleinfuttermittel, die in der Hundeernährung zum Einsatz kommen. So haben der enorme Größenunterschied zwischen den verschiedensten Rassen (Beispiel: Chihuahua 2,5 kg Lebendmasse, Mastiff 80 kg Lebendmasse) und die damit einhergehende unterschiedliche Jugendentwicklung zu einer zunehmenden Differenzierung der Welpennahrung geführt. Dabei wird der unterschiedlichen Jugendentwicklung, aber auch den möglichen Konsequenzen der über die Fütterung stark zu beeinflussenden Entwicklungsfaktoren der noch wachsenden Welpen und Junghunde auf die späteren Lebensabschnitte Rechnung getragen.

Aber auch wenn der Hund schließlich ausgewachsen ist, stellt er sehr unterschiedliche Anforderungen an seine vollwertige und artgerechte Ernährung. Diese Unterschiede sind im Wesentlichen geprägt von der Beziehung zwischen Mensch und Hund, da der Mensch beispielsweise die tägliche Bewegungsaktivität seines Hundes oft in großem Maße bestimmt. Begleitet der Hund Frauchen oder Herrchen nur auf deren täglichem Spaziergang, stellt er andere Ansprüche an seine Nährstoffversorgung als der Hund, der dem Menschen als Sportkamerad (z. B. im Agility-Bereich, Schlittenhundrennen usw.) oder gar als hilfreicher und engagierter Partner im Beruf zur Seite steht (Wachhunde, Diensthunde, Hunde im Katastrophenschutz usw.).

Auch die Zucht von Hunden stellt besondere Anforderungen an die Ernährung der Zuchttiere. Wie beim Menschen erfordert auch beim Hund unterschiedliche Aktivität und Belastung eine unterschiedliche Nährstoffversorgung, die durch entsprechend energieangepasste Futter sichergestellt werden muss. Dabei darf das Ziel eines ausreichenden Sättigungsgefühls nicht aus den Augen gelassen werden.

Schließlich werden – auch wegen der zunehmend besseren Ernährung – die Hunde immer älter und zeigen dann dem Menschen vergleichbare Eigenschaften (verminderte Aktivität, veränderte Stoffwechselsituation, zunehmender Appetit usw.), denen durch altersgerechte Alleinfutter begegnet werden kann.

Überhaupt führt die enge, zum Teil sehr emotional bestimmte Verbindung zwischen Hund und Mensch zu einer Vielzahl von gemeinsamen Gewohnheiten und Einflüssen, die sich gerade wegen der starken emotionalen Komponente nicht immer nur zum Vorteil des Hundes entwickeln kann. Diesen oft in Unkenntnis entstandenen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken, ist eine weitere zunehmend wichtige Aufgabe, der sich die Hersteller von Hundenahrung durch die Entwicklung einer Vielzahl von Spezialfuttermitteln für bestimmte Ernährungssituationen (z. B. Diätfuttermittel, Alleinfuttermittel mit speziellen Zusammenstellungen) stellen. Die Alleinfutter für Hunde decken somit heutzutage alle nur denkbaren Ernährungsbereiche ab und stehen wegen der besonderen Beziehung zwischen Hund und Mensch auch unter Qualitätsgesichtspunkten den Lebensmitteln emotional sehr nahe. Diesen insgesamt sehr vielschichtigen Anforderungen an die Alleinfuttermittel sind sich die Hersteller in ihrer großen Verantwortung für die Hundenahrung wohl bewusst.

 
Anmelden
Anmelden