Tierernährung

zu Nutztierernährung

zu Heimtierernährung

 

An die Tierernährung werden heute sehr hohe Ansprüche gestellt:

Die Futtermittel sollen unter anderem den Leistungs- und Erhaltungsbedarf der Tiere decken, für hohe Leistungen sorgen, die Tiere gesund erhalten, qualitativ sicher und einwandfrei sowie wirtschaftlich sein.

Um dies zu erfüllen, stehen dem Landwirt verschiedenste Futtermittel zur Verfügung. Dabei wird zunächst grundsätzlich unterschieden zwischen Grundfuttermitteln und Kraftfutter.

Nach Artikel 3 Nr. 4. der Lebensmittel-Basisverordnung (EG) Nr. 178/2002 sind Futtermittel

…Stoffe oder Erzeugnisse, auch Zusatzstoffe, verarbeitet, teilweise verarbeitet oder unverarbeitet, die zur oralen Tierfütterung bestimmt sind…

Grundfutter sind meist wirtschaftseigene Grobfuttermittel und Grünfutterprodukte wie z. B. Gras, Silage oder Heu. Alle Futtermittel mit höherer Nährstoffkonzentration bezeichnet man landläufig als Kraftfutter. Dies können Einzelfuttermittel mit hoher Nährstoffkonzentration sein (z. B. Getreide, Melasseschnitzel, Sojaschrot) oder Mischfuttermittel.

Im Sinne des Gesetzes reicht bereits das Vermischen von zwei Einzelfuttermitteln aus, um ein Mischfutter herzustellen. In der Praxis versteht man unter Mischfutter jedoch ein hoch komplexes Produkt, das sich aus mehreren Einzelfuttermitteln (Komponenten) und in der Regel auch bestimmten Zusatzstoffen zusammensetzt. Hinter der Herstellung von Mischfuttern steckt eine jahrzehntelange auf wissenschaftlicher Forschung, technischem Fortschritt und langjähriger Erfahrung beruhende Arbeit von Spezialisten.

Die Futtermittelverordnung unterscheidet bei Mischfutter zwischen Alleinfuttermitteln, die dazu bestimmt sind, allein den Nahrungsbedarf der Tiere zu decken, und Ergänzungsfuttermitteln, die für die jeweilige Tierarten höhere Gehalte an bestimmten Inhalts- und Zusatzstoffen aufweisen und aufgrund ihrer Zusammensetzung in Ergänzung zu anderen Futtermitteln verfüttert werden. So kann z. B. ein Mischfutter zur Ergänzung des im landwirtschaftlichen Betrieb erzeugten Grundfutters wie Gras, Heu oder Silage auf die Leistung von Milchkühen zusammengestellt werden. Auch Mineralfutter sind klassische Ergänzungsfuttermittel.

Mit der Rezeptur soll der Nährstoffbedarf der Tiere optimal gedeckt werden. Sowohl eine zu geringe Nährstoffzufuhr als auch ein Überangebot eines oder mehrerer Nährstoffe kann die Leistung eines Tieres mindern oder gar die Gesundheit beeinträchtigen. Abgesehen davon verursacht ein Überangebot unnötige Kosten. Eine Überversorgung führt letztlich auch zu einer erhöhten Ausscheidung der vom Tier nicht genutzten Nährstoffe und damit zu einer vermeidbaren Umweltbelastung. Mischfutter helfen hier mit, eine umwelt- und tiergerechte Erzeugung von Nahrungsmitteln zu sichern.

 
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Wissen Sie, wie viele Futtermittelproben auf unerwünschte Stoffe und Schadstoffe untersucht werden?

95 % der Mischfutterproduktion erfolgt in Qualitätsmanagement-systemen, die von unabhängigen Prüfinstituten überwacht und zertifiziert wird. Jährlich werden z. B. allein im QS-System über 15.000 Futtermittelproben auf unerwünschte Stoffe und Schadstoffe untersucht.
Zusätzlich führen die Futtermittel-überwachungsbehörden jährlich etwa 15.000 Kontrollen auf allen Stufen der Futtermittelkette durch. Darüber hinaus kommen zahlreiche firmeneigene und interne Proben dazu.

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