Kommentar
Nach der Krise ist vor der Krise
(Text im Anhang)
Geflügelfütterung nach QS-Standard
Zahl teilnehmender Betriebe nahezu verdreifacht
Vor zehn Jahren startete die Initiative Tierwohl (ITW) mit einer klaren Vision: Tierwohl sollte flächendeckend in der Nutztierhaltung verankert werden. Heute gilt sie als europaweit einzigartiges Beispiel dafür, wie Land- und Fleischwirtschaft sowie Handel gemeinsam Verantwortung übernehmen – auch und besonders in der Geflügelhaltung.
Verdaulichkeit von Calcium verstehen
Reduzierung von Mineralstoffwechselwirkungen
In puncto Geflügelernährung haben Forscher kontinuierlich neue Erkenntnisse über Mineralstoffwechselwirkungen und Verdaulichkeit gewonnen. Unter diesen spielen Calcium (Ca) und Phosphor (P) eine zentrale Rolle bei der Knochenentwicklung und der Stoffwechselfunktion, aber ihre Wechselwirkungen mit anderen Nährstoffen erschweren oft die Zusammenstellung von Futterrationen. Die Komplexität der Ca-Verdaulichkeit erfordert daher mehr Beachtung.
Mannanoligosaccharide aus Bierhefe in der Geflügelernährung
Effekte auf Darmmikrobiota, Immunfunktion und Leistung
Die positiven Effekte von Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) auf Tiere sind seit langem bekannt und durch zahlreiche Studien an verschiedenen Tierarten belegt. Besonders in der Ernährung von Schweinen, Rindern und Geflügel werden Bierhefen erfolgreich eingesetzt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob Mannanoligosaccharide aus Bierhefe eine vielversprechende Alternative zu Antibiotika in Futtermitteln darstellen oder deren Einsatz reduzieren können – und gleichzeitig die Darmmikrobiota sowie die Immunfunktion von Geflügel positiv beeinflussen.
Kreatin in der Geflügelfütterung
Energiestoffwechsel gezielt unterstützen
Eine gute Energieversorgung ist ein zentrales Element für die Leistung in der Geflügelproduktion. Über normale Stoffwechselwege können kurzfristige Bedarfsspitzen nicht ausreichend abgedeckt werden. Daher kommt dem Kreatin als Schlüsselmolekül und dem Kreatin-Phosphokreatin-System eine entscheidende Rolle zu.
Von Spurenelementen zur Ei-Schale
Die Rolle von Löslichkeit und Bioverfügbarkeit
Die Eibildung bei Legehennen dauert etwa 24 Stunden von der Ovulation bis zur Eiablage. In der frühen Phase dieses Prozesses bildet sich die Schalenmembran. Calcium (Ca), Zink (Zn) und Mangan (Mn) sind wesentliche Mineralstoffe, die an der Schalenbildung beteiligt sind. Dieser Beitrag zeigt den Einfluss der Mineralstofflöslichkeit auf die Eischalenqualität, die sowohl für die Lebensmittelsicherheit als auch für die ökonomische Bewertung von Eiern von Bedeutung ist.
Bessere Darmgesundheit für bessere Erträge
Verbesserung der Produktion mit bakteriellen Postbiotika
Die moderne Tierhaltung steht vor beispiellosen Herausforderungen, darunter Krankheitsausbrüche, Einschränkungen beim Einsatz von Antibiotika, Umweltveränderungen, wirtschaftlicher Druck und zunehmende Kontrollen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltbilanz. Angesichts der Vielzahl von Faktoren, die die Tierhaltung beeinflussen können, ist die Aufrechterhaltung eines gesunden Verdauungssystems und einer guten Darmgesundheit für Wiederkäuer unerlässlich, um sowohl eine effiziente Leistung zu erzielen als auch ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.
Die optimale Fütterung ist entscheidend
Milchindustrie zwischen Rentabilität und Nachhaltigkeit
Tiergesundheit ist ein wichtiger Faktor für Produktivität und Nachhaltigkeit. Dabei kommt es auf das Futter an, wie es verdaut wird und ob die Mikrobiota darauf optimal abgestimmt ist. Aber auch externe Faktoren müssen berücksichtigt werden, damit die Milchproduktion stimmt. Die zentrale Rolle der Fütterung und deren die Komplexität zeigte die Tagung von Lallemand Animal Nutrition auf.