Bedeutung von GV-Futtermitteln

Wie in allen Bereichen der Lebensmittelproduktion kommen auch Futtermittel und deren Komponenten an vielen Stellen mit biotechnologischen Verfahren in Berührung. Folgende Gruppen von Erzeugnissen kommen in der Tierernährung zum Einsatz:

  • Intakte gentechnisch veränderte Organismen (GVO): Hier hat Mais die größte Bedeutung, Rapssaat und Sojabohnen werden nur in Spezialfällen unverarbeitet verfüttert.
  • Verarbeitungserzeugnisse aus GVO (als mengenmäßig weitaus bedeutsamste Gruppe): Sojaschrot,  Rapsschrot bzw. -expeller, Maiskleberfutter und andere Maiserzeugnisse, Pflanzliche Öle aus Soja und Raps, Glycerin (aus Biodieselproduktion)
  • Zusatzstoffe mit gentechnischem Bezug:  Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und andere fermentativ hergestellte Produkte.

Die beiden erstgenannten Gruppen fallen unter die Kennzeichnungspflicht nach der europäischen Verordnung 1829/2003. Werden sie verwendet, so ist dies in der Futtermitteldeklaration anzugeben.

Die dritte Gruppe der Zusatzstoffe ist im Hinblick auf Gentechnik nicht kennzeichnungspflichtig und findet sich praktisch in der gesamten Sortimentspalette der Misch- und Ergänzungsfutter.

 
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Links und Downloads

Anbauflächen gentechnisch veränderter Nutzpflanzen - weltweite Entwicklung, Kurzfassung des ISAAA-Reports 2008

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