Schadet der Soja-Import dem Regenwald?

05.08.2019 10:00
Kategorie: Markt/Statistik, Rohstoffe/Qualität, Tierernährung, Agrarpolitik

Aus aktuellem Anlass weist der Verband auf die bestehende DVT-Position zum Thema "Schadet der Soja-Import dem Regenwald?" hin und veröffentlicht sie hier erneut.

Die Kernbotschaften aus der DVT-Position:

  • Für die deutschen Hersteller von Tiernahrung ist das Wohl der Tiere oberstes Anliegen. Ob für Rinder, Schweine oder Hühner: Die Futterrationen werden so zusammengestellt, dass die Tiere optimal versorgt werden.
  • Proteine sind ein unverzichtbarer Nahrungsbaustein – für Menschen wie auch für Tiere. In der Tiernahrung spielt das Sojaschrot als hervorragender Proteinlieferant deshalb eine entscheidende Rolle.
  • Die wichtigsten Soja-Anbaugebiete liegen klimatisch bedingt in den USA, in Brasilien und Argentinien. Jährlich bezieht die EU rund 10 Prozent der weltweiten gehandelten Sojabohnen. Dagegen stieg die Nachfrage aus Asien und insbesondere China deutlich an. Die Volksrepublik bezieht derzeit 64 Prozent der weltweiten gehandelten Mengen an Sojabohnen.
  • Hochwertige Tiernahrung ist Grundlage gesunder Nahrungsmittel. Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit haben deshalb für die deutschen Hersteller höchste Priorität.
  • Wir setzen uns aktiv und mit Erfolg für Anbaumethoden weltweit ein, die für Mensch, Tier und Umwelt unbedenklich und ökonomisch sinnvoll sind. In Brasilien geht die Waldrodung nicht zuletzt deshalb seit 2006 stark zurück.
  • Nach jüngsten DVT-Schätzungen ist etwa 60 Prozent des Sojaschrots im Futter in Deutschland nachhaltig zertifiziert.
  • Der Erfolg zeigt: Dem Schutz des Regenwaldes ist nicht mit Importbeschränkungen gedient, sondern mit fundierten Zertifizierungssystemen, die klare Richtlinien für den nachhaltigen Anbau vorgeben und damit das Thema an der Wurzel adressieren. 

Die DVT-Position sowie weitere Informationen rund um eiweißliefernde Rohstoffe für die Nutztierfütterung sind auch hier zu finden.


 
Anmelden
Anmelden