Nachhaltiges Soja: Selbstverpflichtung europäischer Futtermittelhersteller

12.06.2019 11:33
Kategorie: Rohstoffe/Qualität, Agrarpolitik

Vertreter der Tiernahrungsbranche übernehmen Verantwortung und leisten ihren Beitrag Brüssel/Bonn. Der Verband der europäischen Mischfutterhersteller (FEFAC) und der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) setzen sich für eine Beschaffung von nachhaltig hergestellten Rohwaren für den Einsatz in Futtermitteln ein. Im Rahmen ihres Engagements verpflichten sich nun erstmals europaweit Futtermittelunternehmen, bis 2025 konkrete Maßnahmen bei der Beschaffung von Sojabohnen und -schrot zu ergreifen, die in der Mischfutterproduktion in der EU verwendet werden. Dies betrifft einheimische und importierte Ware. Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung des DVT: „Heute sind bereits rund 60 Prozent des in Deutschland eingesetzten Sojaschrots in Mischfutter nachhaltig zertifiziert. Die Forderungen nach einer weitergehenden Reduzierung der Entwaldung in Anbauländern werden in der nächsten Stufe der Überarbeitung der FEFAC-Leitlinien aufgegriffen, welche so einen weiteren wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und letztlich auch zum Klimaschutz leisten.“

Darüber hinaus kann die Futtermittelwirtschaft bereits heute darauf verweisen, dass über die anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierungen nur solche Rohwaren von Flächen gekauft werden, welche nach dem Jahr 2008 nicht gerodet wurden. „Mit diesen Regeln konnten bereits deutliche Erfolge erzielt werden, auch wenn dies weltweit noch nicht zufriedenstellend ist“, so Baaken. Auch wenn die heimischen Futterpflanzen bereits wesentliche Anteile der Proteinversorgung sicherstellen, müssten 26 Prozent der eiweißhaltigen Rohstoffe importiert werden, wie aus der aktuellen EU-Protein-Bilanz (1) hervorgeht.

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