BfR-Präsident Prof. Dr. Andreas Hensel zu Aflatoxin

04.03.2013 20:29
Kategorie: DVT/Service
Von: bn

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Aflatoxin-Vorfall hat der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Prof. Dr. Andreas Hensel, ein Interview gegeben. Er hat bislang nicht vor dem Verzehr bestimmter Produkte gewarnt. Noch handele es sich um einen Routinefall, betonte Hensel.

In dem Interview stellte Hensel die aktuelle Einschätzung der Situation dar: „Ich will nichts herunterspielen, aber wir dürfen die Fakten nicht ignorieren. Das, was wir derzeit erleben, ist kein Skandal. Noch nicht einmal ein Krisenfall, sondern ein Routinefall. Die bisher festgestellten Werte sind weit weg von einer lebertoxischen Wirkung für den Menschen.“

Weiter betonte er:„Für eine Empfehlung zu einem Verzehrverzicht ist es zu früh. Davon sind wir als Bundesinstitut für Risikobewertung noch weit entfernt. Wenn man bedenkt, dass wir in Deutschland jeden Tag Millionen von Tiere füttern mit Futtermitteln, die wir zu Hunderttausenden Tonnen importieren, relativiert sich auch das Ausmaß des Vorfalls. Der Verbraucher kann erst einmal weiter Milch trinken und muss auch nicht auf andere Produkte verzichten“.

Vollständiger Artikel der Westdeutschen Zeitung (Interview mit Prof. Hensel):
www.wz-newsline.de/home/politik/interview-mit-lebensmittel-experte-andreas-hensel-1.1254035

Das BfR hat auf seiner Homepage die häufigsten Fragen und Antworten rund um Aflatoxin zusammengestellt: www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zur_aflatoxinen_in_lebensmitteln_und_futtermitteln-132923.html

Das BfR hat ebenfalls nun eine Risikobewertung herausgegeben bzgl. Übergang von Aflatoxinen in Milch, Eier, Fleisch und Innereien.


 
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