Aflatoxin in serbischem Futtermais – Milchuntersuchungen bislang unauffällig

03.03.2013 14:46
Kategorie: DVT/Service
Von: bn

Der Milchindustrie-Verband (MIV) gab in einer gestrigen Pressemitteilung bekannt, dass Untersuchungsergebnisse von Milch bzgl. Aflatoxin M1 im Rahmen der Kontrollen unauffällig seien. Beim routinemäßigen Milch-Monitoring der Landesvereinigung Niedersachsen wurden im Januar und Februar 2013 insgesamt ca. 300 Aflatoxin-M1-Poolproben untersucht, somit also Ergebnisse von etwa 3.000 Landwirten vorliegen. Lediglich eine Poolprobe fiel dabei im Januar 2013 auf.

Aufgrund der Untersuchung der Einzel-Landwirt-Rohmilchen wurde bei einem Landwirt eine Höchstwertüberschreitung von Aflatoxin in der Rohmilch festgestellt, die nach Angaben des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) geringfügig über dem europäischen Höchstgehalt von 50 Nanogramm/kg Rohmilch lag (BfR-Information 008/2013). Der Landwirt hat die Behörde informiert, als Ursache wurde Körnermais aus Serbien festgestellt. Die Rohmilch dieses Landwirtes wurde dann wieder auf Aflatoxin untersucht und war bzgl. Aflatoxin-unauffällig. Die Molkerei holt seitdem die Milch wieder ab.

Es handelt sich um einen Routinefall und nicht um einen Skandal, wie Herr Prof. Hensel (Präsident des BfR) in der Presse zitiert wird, so betont das MIV. Es ist seitdem kein weiteres erhöhtes Ergebnis aufgetreten und kein "30-fach erhöhter Wert in Milch" bekannt, wie am 01.03.2013 in der ZDF-Heute-Sendung berichtet wurde. Auch in den Monaten vorher wurden beim Aflatoxin-Monitoring in Niedersachsen keine auffälligen Aflatoxin-Werte festgestellt.

Die derzeitigen zusätzlichen Kontrollmaßnahmen bei Milchviehbetrieben erfolgen ausschließlich aus Gründen der Vorsorge. Nach Angaben des BfR ist „bei einer geringfügigen Überschreitung der Höchstgehalte in der Milch eine Gefährdung des Verbrauchers unwahrscheinlich.“ Auch das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz macht deutlich, dass eine Gefährdung für Verbraucherinnen und Verbraucher durch evtl. Aflatoxin-belastete Trinkmilch unwahrscheinlich ist.

Die Aflatoxin-Ergebnisse in der Milch sind nach derzeitigem Wissensstand des MIV unauffällig. Die Milch der Molkereien wird sehr streng kontrolliert, bisher sind keine Überschreitungen des Höchstwertes in verarbeiteten Produkten bekannt und werden auch nicht erwartet. Milch und Milchprodukte sind weiterhin unbedenklich. Nach derzeitigem Sachstand kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass bei verarbeiteten Milch und Milchprodukten keine erhöhten Aflatoxin-Gehalte auftreten. Die Qualität der Milcherzeugnisse wird durch gezielte Kontrollen sichergestellt - unabhängig von Vorkommnissen, wie dem jetzigen

Vollständige Pressemitteilung des MIV: www.milchindustrie.de/aktuelles/pressemitteilungen/aflatoxin-in-futtermitteln-milch-und-milchprodukte-unbedenklich/


 
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