Ökofutter

Eine ökologische Fütterung von Nutztieren ist Voraussetzung für die Herstellung tierischer Biolebensmittel wie Milch, Fleisch und Eier. Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln ist vorhanden, wenn sie auch im Vergleich zum Gesamtmarkt Nischenprodukte sind. Die Zahl der Betriebe mit rein ökologischer Erzeugung stieg in den letzten Jahren an (2010: 7,3 Prozent, 2013: 8,2 Prozent, 2015: 8,7%*). Der Anteil des Ökolandbaus an der Gesamtagrarfläche in Deutschland lag 2015 bei 6,5Prozent. Ökologischer Landbau setzt die Einhaltung der EU-weiten Vorschriften zu Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Einfuhren von Ökoprodukten voraus. Darin sind Mindeststandards definiert, darunter auch, was die Tierhaltung und speziell die Fütterung angeht.

Was ist im Ökofutter enthalten?

Grundsätzlich müssen die Tiere in der ökologischen Erzeugung mit ökologisch erzeugten Futtermitteln gefüttert werden. Der Einsatz konventioneller Bestandteile im Futter wurde mehr und mehr eingeschränkt. Neben dem betriebseigenen Grundfutter, beispielsweise in Form von Silage für Schweine und Rinder, darf Mischfutter verfüttert werden, das von Öko-zertifizierten Unternehmen hergestellt wurde. Das Mischfutter besteht hauptsächlich aus verschiedenen ökologisch angebauten Getreidearten (vor allem Weizen, Gerste, Mais).

Klare Regeln für die Ökofutterherstellung

Von insgesamt über 23 Millionen Tonnen Mischfutter, die in Deutschland jährlich hergestellt werden, bilden Ökofutter davon einen Anteil von schätzungsweise 3-4 Prozent.

Die Herstellung, Lagerung, Kennzeichnung und Zertifizierung von Mischfutter-mitteln für den ökologischen Landbau ist gesetzlich geregelt.

Die Futtermittelhersteller produzieren nach diesen Regelungen, indem sie Folgendes beachten:

  • Ökologische Futtermittel werden nur räumlich oder zeitlich getrennt von nichtökologischen Futtermitteln hergestellt, um eine Vermischung mit nicht zulässigen Futtermitteln zu vermeiden.
  • Es werden nur die Futtermittelausgangerzeugnisse verwendet, die für den Einsatz in der ökologischen Produktion zugelassen sind.
  • Es werden nur bestimmte, für die ökologische Tierernährung zugelassene Zusatzstoffe eingesetzt. Darunter versteht man beispielsweise Spurenelemente, Vitamine und Provitamine, Enzyme und Mikroorganismen sowie technologische Zusatzstoffe wie z. B. Konservierungsmittel.
  • Nur bestimmte Einzelfutter mineralischen Ursprungs dürfen verwendet werden. Werden Fischprodukte eingesetzt, müssen diese aus nachhaltiger Fischerei stammen.
  • Im ökologischen Landbau verwendete Futtermittel werden nicht unter der Verwendung von genetisch veränderten Organismen (GVO) bzw. aus oder durch GVO hergestellt. Nur wenn Futtermittelzusatzstoffe wie z. B. Vitamine anders als durch GVO hergestellt nicht am Markt erhältlich und unverzichtbar sind, kann eine Ausnahmeregelung erlassen werden, die den Einsatz möglich macht.
 
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Links und Downloads

DVT-FutterFakten:
Ökofutter
(Stand Jan. 2017)

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