"Meat the Facts": Fakten zu Fleisch

Nutztiere verbrauchen 6 Milliarden Tonnen Trockenmasse als Futter, von denen 86 % nicht als menschliche Nahrung genießbar sind, da es sich um sogenanntes Grundfutter handelt: Grünlandaufwuchs wie Gras, Heu, Silage etc. 

Da mehr als 90 % des von Vieh verbrauchten Wassers aus "grünem Wasser" (Niederschlag) besteht, berechnen Wissenschaftler, dass 1 kg Rindfleisch tatsächlich etwa nur 50 Liter Frischwasser entziehen würde.

70 % der von der Viehzucht genutzten Flächen könnten nicht für Nutzpflanzen genutzt werden. Diese Gebiete, bei denen es sich insbesondere um Grasland handelt, haben viele Umweltvorteile: Sie sind Reservoire der Artenvielfalt, schützen die Böden vor Erosion, filtern Wasser und speichern Kohlenstoff.

Während die weltweite Nachfrage nach tierischen Produkten in mehreren Teilen der Welt rasch zunimmt, geht der Fleischkonsum pro Kopf in Europa zurück. In diesen Ländern verlangen die Verbraucher Ernährungsqualität und Tierhaltungspraktiken, die das Tierwohl/den Tierschutz fördern und den ökologischen Fußabdruck minimieren.

Tierische Produkte (Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier) sind Quellen von sehr hochwertigem Protein, das leicht und schnell aufnehmbar ist (Verdaulichkeitsrate von 95 %) und die neun essenziellen Aminosäuren in angemessenen Anteilen liefert. Tierische Produkte sind auch wichtige und leicht assimilierbare Quellen für Eisen (insbesondere rotes Fleisch), Zink, Kalzium (Milchprodukte), Vitamin A, B3, B6, D und die Omega-3-Fettsäuren EPA und SHA (fetter Fisch).

Fleisch ist reich an Häm-Eisen, der Form von Eisen, die an der Förderung von Krebs beteiligt ist, die aber auch eine hohe Bioverfügbarkeit aufweist und daher dazu beiträgt, die Eisenmangelanämie bei Kindern, Frauen und älteren Menschen zu begrenzen.
Das in hämischer Form im Fleisch vorhandene Eisen wird viel besser absorbiert als das in Pflanzen vorhandene.

Es wäre wichtig zu betonen, dass tierische Produkte die einzige Quelle für Vitamin B12 sind. Daher leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Zufuhr dieser essentiellen Mikronährstoffe, insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter, die einen höheren Bedarf haben.

Neueste Eurostat-Daten (2018) zeigen, dass 36 Millionen Menschen sich nicht jeden zweiten Tag eine qualitativ hochwertige Mahlzeit (einschließlich Fleisch, Huhn, Fisch oder vegetarisches Äquivalent) leisten können.

Der Viehzuchtsektor trägt wesentlich zur europäischen Wirtschaft bei (168 Milliarden Euro jährlich, 45 % der gesamten landwirtschaftlichen Tätigkeit) und schafft direkte Arbeitsplätze für 4 Millionen Menschen und unterstützt indirekt die Arbeit von 30 Millionen Menschen vor allem in ländlichen Gebieten. Die mit der Tierproduktion verbundenen europäischen Industrien (Milch- und Fleischverarbeitung, Futtermittel für die Viehzucht) haben einen Jahresumsatz von etwa 400 Milliarden Euro. Die zukünftige Viehzucht könnte in der Tat einen großen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft oder zur digitalen Industrie leisten und neue europäische Wirtschaftsführer hervorbringen.

 
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Links & Downloads

Mehr Infos zur europäischen Kampagne: www.meatthefacts.eu

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