Jobforum Tierernährung - Erfolgskonzepte für die Karriere

Aus der Branche für die zukünftigen Futterexperten

Wir haben Praktiker aus der Futtermittelbranche befragt, was sie Studierenden und Absolventen als Hinweise mitgeben können – hier sind ihre Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Start in die Futtermittelbranche:

Neben Stellenausschreibungen auch Spontanbewerbungen
Sicherlich ist eine Stellenausschreibung eines Unternehmens das sichere Zeichen, dass ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin gesucht wird. Allerdings ist es in jeder Branche oft der Fall, dass sich viele Teams, Geschäftsbereiche oder ganze Unternehmen in Bewegung sind – und da kann eine Initiativbewerbung häufig zum rechten Zeitpunkt eintreffen. Bei überzeugenden Unterlagen, die neugierig auf die Person dahinter machen, ist der Schritt zur Einladung für ein persönliches Gespräch schnell gemacht. Bietet ein Unternehmen die Möglichkeit zur Online-Bewerbung, ist dies auf jeden Fall zu berücksichtigen.

Auslandspraktika und Unternehmenspraktika

Andere Länder, andere Sitten – wie bei vielen anderen Studiengängen auch bietet es sich an, Auslandserfahrungen zu sammeln. Dies stärkt nicht nur die persönliche Entwicklung und fremdsprachlichen Kenntnisse, sondern öffnet gerade bei international aufgestellten Firmen die Türen für den weiteren Werdegang im Unternehmen. Darüber hinaus verhelfen Unternehmenspraktika innerhalb der Branche ebenfalls zu frühzeitigen Einblicken und Erfahrungen, die nicht nur bei der Bewerbung punkten können, sondern auch eine Bestätigung für sich und die eigenen Vorstellungen sein können.

Praktika auf einem landwirtschaftlichen Betrieb

Wenn dies nicht eh Pflichtbestandteil des Studiums ist und man nicht selbst vom landwirtschaftlichen Betrieb kommt, bietet es sich an, vorab einen Einblick über eine Praktikum bei einem landwirtschaftlichen Betrieb zu gewinnen. Abläufe und Alltagsthemen vor allem in einem tierhaltenden Betrieb zu kennen, hilft später definitiv, sich zielführend mit den Fragen und Problemen im Bereich Futter und Fütterung der Kunden auseinandersetzen zu können.

Entscheidend ist nicht das Einstiegsgehalt, sondern auch die Perspektiven im Unternehmen
Sicherlich möchte jeder gern schnell gutes Geld verdienen, unabhängig sein und sich schöne Dinge leisten. Allerdings ist dies nur die eine Seite der Medaille und kann womöglich etwas zu kurz gedacht sein, lässt man sich nur von diesem Aspekt locken. Viel wichtiger ist, dass die tagtägliche Arbeit Spaß macht, man sich entwickeln kann und bei erfolgreicher Zusammenarbeit Entwicklungsmöglichkeiten und damit Perspektiven im Unternehmen geboten bekommt.

Vertrieb als sehr gute Einstiegsmöglichkeit nutzen, um die Branche kennenzulernen
Der Verkaufsberater (Vertrieb und Außendienst) ist häufig ein missverstandenes Berufsbild.  

Dabei ist er Problemlöser und Berater für den Tierhalter. Die Gruppe der Tierhalter ist eine anspruchsvolle und unternehmerisch denkende Kundschaft. Ihr Maßstab ist, Erfolg im Stall zu haben. Dies erfordert aufseiten des Vertriebs eine hohe Fachkompetenz und einen Blick für die Praxis (z. B. im Bereich der Ökonomie der Tierproduktion). Dabei besteht eine enge Verzahnung mit dem unternehmenseigenen Produktmanagement und der Produktentwicklung. Der Vertrieb ist damit die Grundlage des Unternehmenserfolgs und für die Zufriedenheit der Kunden verantwortlich.

Kontakte, Kontakte
Das oft genannte „Vitamin B“ (B für Beziehungen) hilft wirklich weiter. So früh wie möglich (während des Studiums) Berufsmöglichkeiten zu recherchieren, Chancen zur Kontaktaufnahme und zum Rhineinschnuppern nutzen, bewahrt vor falschen Vorstellungen. Das Sammeln und Pflegen von Kontakten in die Berufsbranchen hilft nicht nur, evtl. die Abschlussarbeit bereits beim späteren Arbeitgeber zu schreiben, sondern auch, ein Gefühl die die Mitarbeiter und das Unternehmen zu bekommen, ob man überhaupt von beiden Seiten wirklich zueinander passt. Ein möglicher Weg ist auch, sich als Trainee zu bewerben, direkt bei Unternehmen oder z. B. über Programme wie Profob der Uni Bonn.

Weitere Aspekte in aller Kürze:

  • analytisches Denken neben guten theoretischen Kenntnissen und praktischen Erfahrungen wichtig und hilfreich
  • mindestens eine Fremdsprache neben Englisch (was, ist egal)
  • offen sein gegenüber allen Tierarten
  • Flexibilität zeigen – räumlich und thematisch, also über den Tellerrand schauen
  • Persönlichkeit zählt – es ist gut zu wissen, was man kann und will
  • auch das Bauchgefühl beachten


Und zum Schluss: Alles Denkbare ist auch machbar. (A. Einstein)

 
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Links und Downloads

DVT-FutterFakten:
Jobforum Tierernährung: Erfolgskonzepte für die Karriere
(Stand Jan. 2014)

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