Arzneifuttermittel

Die Herstellung von Arzneifuttermitteln in Deutschland erfolgt seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Die deutsche Futtermittelwirtschaft lehnt auch für die Zukunft die Herstellung von Arzneifuttermitteln ab. Sie setzt sich für eine verantwortungsvolle Tierhaltung mit dem Ziel ein, alle erforderlichen präventiven Maßnahmen zu nutzen, die eine Verbesserung der Tiergesundheit bewirken. Dazu kann auch die zielgerichtete Tierernährung einen wichtigen Beitrag leisten.

Für die Sicherstellung der Tiergesundheit ist es ohne Zweifel erforderlich, verantwortungsvoll Tierarzneimittel, unter Umständen auch Antibiotika, einzusetzen. Dies erfolgt nach sachgerechter Diagnose und Verschreibung durch den Tierarzt. In die Entscheidung sind die Futtermittelhersteller nicht eingebunden. Der Einsatz von Tiermedikamenten erfolgt direkt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb. Heutzutage geben nur die Tierärzte nach entsprechender Indikation Antibiotika als Medikamente an die Landwirte ab. Der Einsatz therapeutischer Antibiotika liegt ausschließlich in den Händen von Tierärzten und Tierhaltern.

Tierarzneimittel können den Futtermitteln durch fachgerechten Einsatz auf dem landwirtschaftlichen Betrieb zudosiert werden. In Mischfutter, das in Deutschland hergestellt wird, ist bis auf ganz wenige Ausnahmen (die unter verschärften gesetzlichen Anforderungen und Kontrollen erfolgen) heute kein Medikament enthalten.

Zur Vermeidung der Kokzidiose, einer durch Bakterien hervorgerufenen Darm-erkrankung, die vor allem bei Geflügel auftreten kann, sind heute bestimmte Futtermittelzusatzstoffe – die Kokzidiostatika – im Einsatz. Der Einsatz erfolgt gezielt über Wasserzuführung oder Futter. Die Produkte für diese Anwendung sind ausdrücklich von den EU-Behörden zugelassen.

 
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Links und Downloads

DVT-FutterFakten:
Arzneifuttermittel
(Stand Juli 2016)

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