GV-Mais: erneut keine Mehrheit im EU-Ministerrat
Die EU-Mitgliedstaaten haben es erneut nicht geschafft, für oder gegen die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) eindeutige Mehrheiten zustande zu bringen. Die Abstimmung über sechs transgene Maislinien endete auf dem Agrarrat am Dienstag – wie in allen vergleichbaren Situationen zuvor – im Patt.
EU-Kommission erwartet EU-Getreideernte 2010 von 287 Mio. t
Das Getreideangebot in der Europäischen Union wird im anstehenden Getreidewirtschaftsjahr kleiner ausfallen als 2009/10. Die EU-Kommission schätzt sowohl die kommende Ernte als auch die Anfangsbestände niedriger. Nach einer im Verwaltungsausschuss vorgelegten Prognose werden die Landwirte in der Gemeinschaft in diesem Jahr 286,8 Mio. t Getreide einbringen, 5,2 Mio. t weniger als 2009.
Bundesregierung hält an erweiterter Gentechnik-Kennzeichnung fest
Die von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbarte Positivkennzeichnung von Lebensmitteln soll nicht nur gentechnisch veränderte Organismen in Lebens- und Futtermitteln erfassen. Wie die Regierung in ihrer Antwort (17/1931) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/1790) schreibt, soll sie außerdem auf Produkte, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden, hinweisen sowie auf Lebensmittel von Tieren, an die gentechnisch veränderte Futtermittel verfüttert wurden.
Neue GV-Sojabohnen in den USA zugelassen
Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde hat eine neue gentechnisch veränderte (GV-)Sojabohne mit erhöhtem Ölsäuregehalt zugelassen (Markenname: Plenish). Nachdem die Lebensmittelbehörde FDA grünes Licht gegeben hatte, ist nun der Anbau in den USA ohne besondere Auflagen ebenso möglich wie die Verarbeitung und Vermarktung der daraus hergestellten Produkte. Die Markteinführung in den USA ist für 2012 geplant.
Verfütterungsverbot tierischer Nebenerzeugnisse in Diskussion?
Das komplette Verbot der Verfütterung verarbeiteter tierischer Proteine an Nutztiere wird derzeit diskutiert. Die Europäische Kommission dürfte noch vor der Sommerpause ihre TSE-Roadmap überarbeiten und soll anch Presseberichten die Aufhebung des Verbots für Schweine, Geflügel und Fische empfehlen. Es soll sich um einen reinen Kreislauf zwischen Nicht-Wiederkäuern handeln unter Beachtung des Kannibalismusverbots. Die absichtliche Verwendung tierischer Nebenerzeugnisse für Wiederkäuerfutter bliebe nach wie vor ausgeschlossen ebenso wie die Nutzung von Eiweiß, das aus Wiederkäuern gewonnen wurde. Es bleibt nun abzuwarten, welche Vorschläge die Eu-Kommission im Detail machen wird.
Biokraftstoffe: Nachhaltigkeitsanforderungen abgesteckt
Die EU-Kommission hat die Anforderungen an die Zertifizierungssysteme zur Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie präzisiert. In dieser Richtlinie wurde als Gesamtziel für die EU festgelegt, dass 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs bis 2020 durch erneuerbare Energien gedeckt werden.
Aussaatflächen 2010: Mehr Weizen, weniger Gerste
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat der Anbau von Winterweizen im Jahr 2010 in Deutschland weiter an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig sank die Aussaatfläche von Sommergerste auf den niedrigsten Stand seit 1990.






