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Mischfutter

Mischfutter: Know-how inbegriffen

Die Mischfutterindustrie ist ein zentraler Bestandteil der Futterwirtschaft. Die Philosophie der Branche liegt darin, ernährungsphysiologische, kaufmännische und logistische Kompetenz zu bündeln und in Produkte und Lösungen für ihre Kunden umsetzen. Die Unternehmen sehen sich nicht als bloße Lieferanten von commodities, die nur logistisch bedeutsame Funktionen erfüllen, sondern gewissermassen als „technology provider“, die tierernährerisches Know-how in Form eines hochwertigen Betriebsmittels bereitstellen.

Die Mischfutterindustrie produziert Mischfutter für die unterschiedlichen Nutztierarten, wobei je nach Zweckbestimmung grundsätzlich unterschieden wird zwischen

  • Alleinfuttermitteln, die so zusammengesetzt sind, dass damit die Nährstoffversorgung der Tiere komplett abgedeckt wird.
  • Ergänzungsfuttermittel, die darauf ausgerichtet sind, gemeinsam mit anderen Komponenten den Ernährungsbedarf der Tiere sicherzustellen. In der speziellen Fütterungssituation auf dem landwirtschaftlichen Betrieb komplettieren sie das Fütterungskonzept und ermöglichen eine effiziente Nutzung der wirtschaftseigenen Futtermittel.

In Deutschland wurden 2008 etwa 21 Mio. t Mischfutter hergestellt, die sich wir folgt auf die einzelnen Tierarten verteilen:



Struktur der Mischfutterbetriebe

In Deutschland arbeiten 346 Mischfutterhersteller, die mit mehr als 5.000 t Jahresproduktion im Rahmen der Produktionsstatistik meldepflichtig sind. Im Durchschnitt der Betriebe beträgt die Jahresproduktion 63.000t; dieser Wert hat sich in den zurückliegenden Jahren im Zuge des Strukturwandels ständig erhöht. 

Derzeit liegt die Wachstumsschwelle bei 100.000 t; die Anzahl der Betriebe in dieser und den darüberliegenden Größenklassen nimmt zu, während die Gruppe der kleineren Betriebe kleiner wird. Ursachen sind zwar auch Betriebsaufgaben, aber in erheblichem Umfang auch das Wachstum einzelner Betriebe in die nächste Größenklasse.

Hohe Wettewerbsintensität

Der Konzentrationsgrad in der Mischfutterbranche ist im Vergleich zu anderen Branchen der Agrarwirtschaft sehr niedrig. Auf die 5 größten Hersteller (Unternehmen, nicht Betriebsstätten) entfällt ein Marktanteil von 35 %, auf die TOP 10 nur 50 %.

Logische Folge dieser Struktur ist eine enorm hohe Wettbewerbsintensität.

Links und Downloads

BMELV-Statistik, Tabellen und Daten zur Agrar- und Ernährungswirtschaf, Statistische Monatsberichten

BLE-Statistik Struktur der Mischfutterhersteller 2008: Betriebe, Betriebsgrößenklassen und Strukturentwicklung der deutschen Mischfutterhersteller