Trotz mehr als 10jähriger Dauer ist die öffentliche Diskussion um die grüne Gentechnik nicht abgeflaut – das Gegenteil ist der Fall. Zwar steht die Frage des Anbaus in Europa im Vordergrund der emotionalen Vorbehalte, dennoch sind Tierhaltung und Tierernährung über Futtermittel mit gentechnischem Bezug ebenfalls berührt und in gewissem Sinn Leidtragende dieser Zuspitzung. Die Frage des GVO-Anbaus in Deutschland oder in Europa berührt vorrangig die Biotechnologie-Anbieter und die Landwirtschaft und ist kein Anliegen der Futtermittelbranche.
Wie steht die Futterwirtschaft zur Grünen Gentechnik?
Der DVT steht der Grünen Gentechnik neutral gegenüber. GVO und daraus hergestellte Erzeugnisse unterliegen einer umfassenden und und nachhaltigen Sicherheitsbewertung, so dass die Belange der Lebensmittelsicherheit und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes nicht eingeschränkt sind. Dennoch gibt es ein Marktsegment, in dem der Verzicht auf Gentechnik eine Rolle spielt und für das die Futterwirtschaft Lösungen im Rahmen des technisch, wirtschaftlich und logistisch Machbaren zur Verfügung stellt.
Mit Sorge sieht der DVT aber, dass die Realitäten auf den Weltmärkten in der politischen Debatte um Gentechnik nicht zur Kenntnis genommen werden. Die weltweit zunehmende Durchsetzung des GVO-Anbaus bei Schlüsselrohstoffen wie Soja und Mais setzt den Forderungen nach einem Verzicht auf Gentechnik Grenzen.






