FAS: Sojaschrotbedarf der EU steigt
Der zum US-Landwirtschaftsministerium gehörende „Foreign Agricultural Service“ (FAS) erwartet eine weiter steigende Abhängigkeit der Europäischen Union von Eiweißfuttermittellieferungen aus Drittstaaten.
Nach einer aktuellen Schätzung wird die Gemeinschaft im Wirtschaftsjahr 2010/2011 insgesamt 23,2 Mio. Tonnen Sojaschrot importieren, 1,5 Mio. Tonnen mehr als in der vorangegangenen Vergleichsperiode und 2,2 Mio. Tonnen mehr als in der entsprechenden Zeit von 2008/2009. Der erwartete Mehrbedarf wird einerseits mit der anhaltend starken Futtermittelnachfrage der europäischen Schweine- und Geflügelmäster und andererseits mit der in diesem Jahr in der EU-27 relativ schlecht ausgefallenen Ernte an Getreide und Ölsaaten begründet. Die Geflügelmäster in der Gemeinschaft, die das meiste Sojaschrot verbrauchen, dürften ihre Produktion weiter steigern, während die Erzeugung von Schweinefleisch nur leicht abnehmen soll. Insgesamt rechnet der FAS mit einem Anstieg des Sojaschrotverbrauchs in der Gemeinschaft um 1,9 Mio. Tonnen oder 6 Prozent auf 33,0 Mio. Tonnen im laufenden Vermarktungsjahr. Dagegen soll die Verfütterung von Rapsschrot aufgrund des kleineren Angebots EU-weit um insgesamt 150.000 Tonnen auf knapp 12,4 Mio. Tonnen sinken.







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