Getreide: Interventionsläger füllen sich
Wie der Verwaltungsausschuss Gemeinsame Organisation der Agrarmärkte (Getreide) der EU-Kommission in seiner letzten Sitzung vom 17. Dezember 2009 in Brüssel mitteilte, beläuft sich die Gesamtinterventionsmenge bei Getreide derzeit auf 4,13 Mio. Tonnen.
Die Menge teilt sich auf in einen Anfangsbestand von 1,57 Mio. Tonnen und den mittlerweile im Laufe des Wirtschaftsjahres angedienten 2,57 Mio. Tonnen. Nach wie vor dominiert in diesem Jahr Gerste das Interventionsgeschehen: rund 92 Prozent der anstehenden Menge entfallen hierauf, während die übrigen 8 Prozent Weizen sind. Allein in der vergangenen Woche wurden 200.000 Tonnen Getreide in der EU interveniert, davon 197.000 Tonnen Gerste und 3.000 Tonnen Weizen.
Auf der Ebene der Mitgliedstaaten ist Deutschland mit Abstand der bedeutendste Interventionsstandort: von der angedienten Gesamtmenge in der EU wurden hier 858.000 Tonnen Getreide – und zwar ausnahmslos Gerste – eingelagert; das entspricht einem Anteil von mehr als einem Drittel. An zweiter Stelle in der Nationenwertung liegt Frankreich mit 392.000 Tonnen. Weitere nennenswerte Getreidemengen wurden in Polen (243.000 Tonnen), Finnland (216.000 Tonnen), Tschechien (212.000 Tonnen), Ungarn (200.000 Tonnen) und der Slowakei (187.000 Tonnen) in die Intervention geliefert.
Allgemein erfolgen Angebote zur Intervention vorwiegend in marktfernen Gebieten: in Deutschland liegen zum Großteil die Läger in den ostdeutschen Bundesländern.






