Uno-Klimagipfel Kopenhagen: Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft
Vertreter von insgesamt 19 Ländern, darunter Deutschland und die USA, wollen mit einer globalen Forschungsallianz zu landwirtschaftlichen Treibhausgasen („Global Research Alliance on Agricultural Greenhouse Gases“) für mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft sorgen. Um dieses Ziel zum Erfolg zu führen, gründeten sie diese Allianz am vergangenen Mittwoch.
Dafür sollen in den nächsten vier Jahren 320 Millionen Dollar (220 Millionen Euro) vonseiten der USA in den Budgettopf fließen, kündigte der US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack an. Bisher sind insgesamt 150 Millionen Dollar (103 Millionen Euro) für die Allianz zusammengekommen. Geplant ist ein Forschungsaustausch, der die Treibhausgasemissionen aus dem Agrarsektor bremsen soll.
Der Anteil der Landwirtschaft an den Treibhausgasemissionen beträgt weltweit rund 14 Prozent. Die Landwirtschaft kann einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten, zum Beispiel durch Emissionsbegrenzung, um damit „(...) die Tonne Getreide und den Liter Milch mit so wenig Treibhausgasemissionen wie möglich (zu) erzeugen", erklärte Julia Klöckner (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Anfang der Woche im Vorfeld ihrer Teilnahme an den internationalen Klimaschutzverhandlungen. Nicht weniger, sondern klimaeffizientere Agrarproduktion seien der Schlüssel für die Zukunft – denn die Landwirtschaft muss die Nahrungsmittelproduktion bis zum Jahr 2050 um rund 70 Prozent steigern, um die auf über neun Milliarden Menschen wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Für zukunftsweisende Lösungen sei aber dringend die Unterstützung der Wissenschaft erforderlich.
Hierzu unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium die internationale Vernetzung der Agrarklimaforschung, die mit der globalen Forschungsallianz anstoßen wird. Das Ministerium wird sich mit seiner Ressortforschung intensiv an der Allianz beteiligen. In Deutschland ist mit der Einrichtung des Instituts für Agrarrelevante Klimaforschung im Jahr 2008 und dem aktuellen Forschungsplan die Neuausrichtung der Ressortforschung auf mehr Klimaschutz erfolgt. Durch die beiden Senatsarbeitsgruppen "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" wurde die Forschung in diesen wichtigen Bereichen im November 2009 noch einmal gebündelt.
Klöckner sagte, bei einem Treffen in Neuseeland 2010 wollten die Staaten über Ziele zur Senkung des CO2-Ausstoßes verhandeln.
Quelle: spiegel-online.de/BMELV






