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1929 beschäftigten sich rund 1.500 Betriebe mit dem Absatz von Mischfutter; die Herstellungsmenge belief sich auf ca. 940.000 Tonnen Mischfutter. In den Folgejahren stieg sie dann auf über 1 Mio. Tonnen an, wobei die Zuwachsraten eher gering waren.
Mit Entstehung des "Dritten Reiches" im Jahr 1933 wurden wie so viele Produktionsbereiche auch die Mischfutterhersteller von der zentralistischen Staatsführung in allen Teilen erfasst und in verschiedene Fachgruppen gegliedert. Die Struktur der Betriebe und die ganze Industrie wurden untersucht, erstmalig wurden die Ergebnisse der betriebs- und volkswirtschaftlichen Untersuchungen veröffentlicht. Staatliche und halbstaatliche Institutionen übernahmen verstärkt die betriebliche Planung, den Bezug von Rohstoffen, die Fertigungsprogramme und den Absatz der Fertigprodukte. Zudem war beabsichtigt, die Zahl der Hersteller zu reduzieren und auch die Produktionsmenge zu drosseln. In den Jahren 1936 bis 1938 produzierten lediglich noch 510 Hersteller Mischfutter. Die Jahrestonnagen in diesem Zeitraum streuten sehr stark, was seinen Grund in der unregelmäßigen Rohstoffzuteilung hatte.
Die Kriegsjahre 1939 bis 1945 bildeten schließlich den Tiefpunkt in der Geschichte der Mischfutterindustrie. Die Jahrsproduktion ging von Kriegsbeginn mit rund 700.000 t auf schätzungsweise 300.000 t zum Ende des Krieges zurück und kam fast völlig zum Erliegen. Überflüssige Fertigungsstätten wurden stillgelegt und die Aufträge konzentrierten sich auf die großen leistungsfähigen Betriebe, die nun auch Mischfuttersorten produzieren mussten, die sie zuvor nicht führten. Gegen Kriegsende fielen einige größere Unternehmen neben der katastrophalen Versorgungslage auch noch dem Bombenkrieg zum Opfer und wurden schwer beschädigt.







