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Erweiterung und Wachstum


Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen

Im Vergleich zur Vorkriegszeit waren zum Ende des Ersten Weltkrieges aufgrund der Versorgungsengpässe die Viehbestände merklich geschrumpft. Auch wenn die Mischfutterherstellung im Krieg stark von der knappen Rohstoffverfügbarkeit beeinträchtigt wurde, so bestanden auf der anderen Seite keine Absatzsorgen. Auch sehr minderwertige Qualitäten fanden problemlos ihren Absatz. Nach Kriegsende wirkte dies nicht eben Image fördernd auf Landwirte und Verbraucher, aber auch die Wissenschaft war ein äußerst kritischer Begleiter in dieser Zeit.

Sortimentserweiterung

Die Mischfutterhersteller gewannen mit dem Gesetz zunehmend Vertrauen bei den Landwirten und konnten Widerstände in der Tierernährungswissenschaft abbauen. So setzten sie nach Veröffentlichung des Futtermittelgesetzes erstmals mit Hilfe von Werbeschriften und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften vertrauensbildende Maßnahmen in der Bevölkerung ein. Da jedoch keine gesetzlichen Überwachungsvorschriften existierten, gelang es nicht, ungeeignete Futtermittel vom Markt völlig fernzuhalten.

Waren vor und in den frühen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg die Melassemischfutter von höherer Bedeutung, entwickelte sich in den zwanziger Jahren mit steigender Nachfrage nach tierischen Produkten die Produktion von Milchvieh-, Schweine- und Geflügelmischfuttersorten sehr positiv. Die Rolle der Pferdehaltung wurde mit zunehmender Motorisierung kleiner, so dass in diesem Bereich auch die Mischfutterproduktion zurückging.

Zunehmend bekannt wurde der Nutzen von Mineralstoffmischungen, da vielen Tierhaltern bewusst wurde, dass die eigentlichen Nährstoffe im normalen Futter, wie Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett, allein nicht ausreichen, um Höchstleistungen in der Nutztierhaltung zu erzielen. Auch hier kam es zu einem Zuwachs der Produktionsmenge.